17 Sep
Jetzt kommt es auf die Reaktion an
FC Neuhadern empfängt am Freitagabend SV Waldeck-Obermenzing 2 – nach dem 0:6 ist eine Reaktion gefragt
20 Sep
FC Neuhadern - SV Waldeck-O. Mü. 2 2:1
Später Siegtreffer in der Nachspielzeit – starke Reaktion auf die vergangene Woche
Was für eine Reaktion des FC Neuhadern! Nach der ernüchternden 0:6-Niederlage in Ebersberg zeigte die Mannschaft gegen den SV Waldeck-Obermenzing 2 eine völlig andere Einstellung und belohnte sich in einer dramatischen Schlussphase mit einem 2:1-Sieg.
Dabei war der Start alles andere als souverän. Die Verunsicherung aus der vergangenen Woche war der Mannschaft von Beginn an anzumerken. Viele Aktionen wirkten zunächst hektisch und nicht mit der gewohnten Überzeugung gespielt.
Trotzdem war die Einstellung eine komplett andere. Neuhadern arbeitete von Beginn an, nahm die Zweikämpfe an und zeigte deutlich mehr Bereitschaft, füreinander zu laufen und sich in die Partie hineinzukämpfen.
Spielerisch war es sicherlich nicht das stärkste Spiel der Mannschaft – das war unter den Umständen allerdings auch weder zu erwarten noch zwingend notwendig. Entscheidend war diesmal, dass Neuhadern die Grundtugenden auf den Platz brachte.
Und das zahlte sich aus. Die Gastgeber ließen nur sehr wenig zu und waren insgesamt das gefährlichere Team. Bereits im ersten Durchgang hatte Waldeck-Obermenzing lediglich eine nennenswerte Möglichkeit aufs Tor, einen Kopfball. Neuhadern erarbeitete sich dagegen selbst einige gute bis sehr gute Möglichkeiten, konnte diese zunächst allerdings nicht nutzen.
Nach der Pause wurde der FCN noch etwas dominanter und bekam zunehmend mehr Kontrolle über die Partie.
Dann fiel das 0:1 allerdings völlig aus dem Nichts. Nach einer Umschaltsituation nutzte Charles Chaque in der 58. Minute die zweite echte Chance des Gegners und brachte Waldeck-Obermenzing in Führung.
Doch statt nach diesem Rückschlag auseinanderzufallen, entwickelte Neuhadern jetzt noch mehr Willen. Die Mannschaft riss das Spiel mit enormem Einsatz zunehmend an sich und drängte auf den Ausgleich.
In der 76. Minute wurde dieser Einsatz belohnt: Nasrullah Mirza brachte den Ball mit einer guten Flanke in den Strafraum, wo Marc Löfflad per Kopf zum verdienten 1:1 traf.
Eine absolute Willensleistung. Danach sah vieles nach einem Unentschieden aus – mit leichten Vorteilen für Neuhadern. Doch die Mannschaft wollte mehr.
Und dann kam die 90.+3. Minute.
Kevin Hotko setzte sich mit einer starken Einzelaktion durch und legte damit den entscheidenden Moment vor. Emirhan Yilmaz blieb anschließend völlig souverän und vollendete zum 2:1.
Was danach folgte, war pure Ekstase. Spieler, Trainer, Ersatzbank und Zuschauer feierten den späten Siegtreffer gemeinsam. Nach der vergangenen Woche war die Erleichterung und Freude über diese Reaktion entsprechend riesig.
„Heute hat die Mannschaft gezeigt, was es bedeutet, sich in ein Fußballspiel hineinzukämpfen. Es war vielleicht nicht unser spielerisch bestes Spiel, aber wir haben enorm viel investiert und den Sieg am Ende unbedingt gewollt“, so Trainer Dario Casola.
Der Sieg ist damit vor allem eine wichtige Antwort auf den Auftritt in Ebersberg. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch nach einem schweren Rückschlag wieder aufstehen kann. Gleichzeitig darf dieser Abend nicht nur ein einmaliger Befreiungsschlag bleiben. Genau diese Einstellung, diese Laufbereitschaft und dieser Wille müssen nun zum Standard werden.
„Wir dürfen das heute genießen – und das werden wir auch. Aber wir dürfen keinen Millimeter nachlassen. Nur mit diesem Einsatz findet man überhaupt richtig in ein Fußballspiel. Genau das müssen wir jetzt bestätigen.“
Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits in der kommenden Woche gegen Teutonia. Erst einmal aber darf dieser 2:1-Sieg gefeiert werden. Nach dieser Woche hat sich die Mannschaft das verdient.
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