02 Okt
Heimspiel als Chance, wieder in die Spur zu finden
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16 Sep
TSV 1877 Ebersberg - FC Neuhadern 6:0
0:6 (0:4) gegen Ebersberg – Neuhadern lässt alles vermissen, was für einen konkurrenzfähigen Auftritt notwendig ist
Es gibt Spiele, bei denen man trotz einer Niederlage
Positives mitnehmen kann. Dieses gehört nicht dazu. Der FC Neuhadern verliert
beim TSV 1877 Ebersberg mit 0:6 (0:4) und liefert dabei einen Auftritt ab, der
nicht den eigenen Ansprüchen entspricht.
Von der ersten Minute an fehlte nahezu alles, was notwendig
ist, um gegen einen starken Gegner konkurrenzfähig zu sein. Neuhadern bekam
keinen Zugriff auf die Partie, bewegte sich viel zu wenig und schaffte es kaum,
Zweikämpfe konsequent zu führen. Gleichzeitig fehlte die notwendige
Kompaktheit, wodurch Ebersberg immer wieder Räume vorfand und das Spiel
zunehmend kontrollieren konnte.
Der Gastgeber nutzte diese Schwächen konsequent aus.
Ebersberg war nicht nur spielerisch überlegen, sondern vor allem mental und
körperlich. Mit jedem weiteren verlorenen Zweikampf und jeder weiteren
gefährlichen Situation schwand der Glaube daran, überhaupt ins Spiel finden zu
können.
Bereits zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 0:4
praktisch entschieden.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es Neuhadern nicht, eine
Reaktion zu zeigen. Statt sich gegen die Niederlage zu stemmen, blieb vieles
Stückwerk. Zu wenig Bewegung, zu wenig Aggressivität und zu wenig gegenseitige
Unterstützung sorgten dafür, dass Ebersberg die Partie letztlich souverän zu
Ende spielen konnte und auf 6:0 erhöhte.
„Heute haben wir alles vermissen lassen, was notwendig ist,
um gegen einen solchen Gegner bestehen zu können. Wir hatten viel zu wenig
Bewegung, haben die Zweikämpfe nicht richtig angenommen und waren überhaupt
nicht kompakt. Ebersberg hat uns heute vor allem mental und körperlich
zerstört. Mit dieser Einstellung kannst du kein Fußballspiel angehen.“, sagt
Trainer Dario Casola.
Besonders bitter ist dabei nicht allein die Höhe der
Niederlage. Es ist die Art und Weise, wie sie zustande gekommen ist. Die
Mannschaft hat in den vergangenen Wochen mehrfach gezeigt, dass sie nach
schwachen ersten Halbzeiten ein völlig anderes Gesicht zeigen kann. In
Ebersberg blieb diese Reaktion aus.
„Die Enttäuschung ist gigantisch. Nicht, weil wir gegen
einen sehr guten Gegner verlieren. Sondern weil wir heute nicht das gezeigt
haben, was wir als Mannschaft eigentlich zeigen wollen und wofür wir stehen.“
Auch bei den Zuschauern möchte sich die Mannschaft für
diesen Auftritt entschuldigen.
„Ein besonderer Dank und gleichzeitig eine Entschuldigung
geht an alle, die uns heute begleitet haben – gerade auch weil sie eine sehr
weite Strecke auf sich genommen haben und sich dann so einen Auftritt ansehen
mussten. Das haben sie nicht verdient.“
Die Niederlage muss nun entsprechend aufgearbeitet werden.
Es geht dabei nicht darum, einzelne Spieler herauszugreifen oder eine schlechte
Leistung unnötig dramatischer zu machen. Es geht darum, ehrlich zu erkennen,
was an diesem Tag gefehlt hat.
Mut, Bewegung, Zweikampfhärte, Kompaktheit und vor allem die
Bereitschaft, sich auch gegen Widerstände gemeinsam in ein Spiel zu kämpfen,
sind keine optionalen Bestandteile des eigenen Fußballs.
Diese Leistung darf kein
Standard werden. Die Mannschaft muss jetzt eine Reaktion zeigen.
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