27 Okt
Neuhadern kämpft sich zurück, belohnt sich aber nicht
Der FC Neuhadern verliert beim FC Schwabing II mit 2:4 (0:3).
18 Aug
1. Mannschaft
Der FC Neuhadern ist mit einer bitteren 1:2-Niederlage in die neue Pflichtspielsaison gestartet.
Dabei zeigte die Mannschaft über weite Strecken eine klare spielerische Dominanz, schaffte es jedoch erneut nicht, aus dem eigenen Aufwand ausreichend Ertrag zu ziehen.
Vor allem die erste Halbzeit gehörte fast ausschließlich dem FC Neuhadern. Die Mannschaft hatte deutlich mehr Ballbesitz, kontrollierte das Spiel und drängte die tief stehenden Münchner Kickers weit in deren eigene Hälfte.
In der 18. Minute belohnte sich Neuhadern schließlich für die Überlegenheit. Gianluca Barrella brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung.
Trotz der Führung und der klaren Dominanz gelang es Neuhadern allerdings nicht, dauerhaft die ganz große Torgefahr auszustrahlen. Gegen einen tief stehenden Gegner tat sich die Mannschaft schwer, sich eine Vielzahl wirklich klarer Torchancen herauszuspielen. Und die Möglichkeiten, die vorhanden waren, wurden zudem nicht konsequent genug genutzt.
„Wir waren in der ersten Halbzeit extrem dominant, haben daraus aber viel zu wenig gemacht“, analysierte Trainer Dario Casola. „Gerade gegen einen tief stehenden Gegner musst du aus dieser Überlegenheit mehr klare Chancen und vor allem mehr Tore produzieren.“
Nach dem Seitenwechsel verlor Neuhadern etwas an Druck und Durchschlagskraft. Gleichzeitig ließ die Mannschaft defensiv weiterhin nur sehr wenig zu. Die Münchner Kickers kamen kaum zu gefährlichen Aktionen und blieben über weite Strecken ungefährlich.
Umso bitterer war der Ausgleich in der 82. Minute. Nach einem Eckball konnte ein Kickers-Spieler den Abpraller verwerten und stellte auf 1:1.
Der Treffer kam angesichts des bisherigen Spielverlaufs praktisch aus dem Nichts.
Neuhadern wollte die Partie anschließend unbedingt wieder an sich ziehen, wurde jedoch kurz darauf erneut kalt erwischt. Nach einem Ballverlust schalteten die Gäste schnell um und erzielten mit einem Sonntagsschuss aus rund 35 Metern das 1:2.
Innerhalb kürzester Zeit hatte sich damit ein Spiel gedreht, das Neuhadern über weite Strecken kontrolliert hatte. Die Mannschaft gab sich dennoch nicht auf und rannte in der Schlussphase noch einmal an. Es ergaben sich weitere gute Situationen, doch auch diese wurden entweder nicht sauber ausgespielt oder nicht konsequent genug abgeschlossen.
„Wir haben danach wieder alles versucht und hatten noch gute Szenen“, so Casola. „Aber auch dort fehlt uns momentan die letzte Konsequenz. Wir müssen aus unserem Aufwand einfach mehr machen.“
Für einen unschönen Schlusspunkt sorgte kurz vor Ende eine Szene gegen Kevin Hotko. Nach einem extrem unsportlichen Tritt gegen den Neuhadener Spieler kam es zu einer hitzigen Situation. Der Spieler der Münchner Kickers wurde dafür mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.
Sportlich bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass Neuhadern aus einer über weite Strecken extrem klaren Dominanz viel zu wenig gemacht hat.
„Natürlich ist die Niederlage zum Pflichtspielauftakt enttäuschend“, sagt Casola. „Vor allem, weil wir über lange Phasen sehr viel richtig gemacht haben. Aber wenn du so dominant bist und am Ende 1:2 verlierst, hast du einfach zu wenig aus deiner Überlegenheit gemacht.“
Trotz des Ergebnisses sieht der Trainer die Entwicklung der Mannschaft weiterhin positiv. Die spielerische Ausrichtung ist klar erkennbar und gegenüber der vergangenen Saison sind weitere Fortschritte sichtbar.
Gleichzeitig bleibt ein bekanntes Problem bestehen: Der Aufwand und der Ertrag stehen noch nicht im richtigen Verhältnis.
„Es ist definitiv ein deutlich schwierigerer Weg, mit dieser Art Fußball zum Erfolg zu kommen“, erklärt Casola. „Aber die ganze Mannschaft und der ganze Verein gehen diesen Weg gerne.“
Es gehe deshalb nicht darum, die eigene Spielidee infrage zu stellen, sondern sie effizienter zu machen.
„Wir haben ein paar Stellschrauben, an denen wir drehen können“, so Casola. „Daran arbeiten wir. Vor allem müssen wir konstanter werden und unsere Dominanz häufiger in Tore und Ergebnisse umwandeln.“
Die Niederlage gegen die Münchner Kickers ist damit zwar ein enttäuschender Start in die Pflichtspielsaison, gleichzeitig aber auch eine weitere wichtige Erfahrung auf dem eingeschlagenen Weg.
Die Entwicklung stimmt – jetzt muss Neuhadern lernen, aus der eigenen Dominanz auch die entsprechenden Ergebnisse zu machen.
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