22 Aug
Neuhadern vor dem Saisonauftakt
Mit Vorfreude nach Waldtrudering
16 Mär
TSV 1860 München III - FC Neuhadern 2:1
Der FC Neuhadern musste sich beim Auswärtsspiel bei TSV 1860 München III trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung mit 1:2 geschlagen geben.
Besonders bitter: Wieder einmal ließ die Mannschaft mehrere hochkarätige Chancen ungenutzt und wurde am Ende für eigene Unkonzentriertheiten bestraft – ein Muster, das sich inzwischen durch große Teile der Saison zieht.
Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste vielversprechend. Neuhadern zeigte in der ersten Halbzeit ansehnlichen Fußball, ließ den Ball gut laufen und kontrollierte über weite Strecken das Spielgeschehen. Die Führung fiel in der 13. Minute nach einem sehenswerten Angriff: Über 20 Stationen kombinierte sich die Mannschaft durch die Reihen der Gastgeber, ehe Nicolas Kröll im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Leonardo Pfleiderer souverän zum 1:0.
„Die erste Halbzeit war wirklich gut von uns“, analysierte Trainer Dario Casola nach der Partie. „Wir hatten Kontrolle im Spiel und haben uns die Führung mit einem sehr schönen Angriff verdient.“
Doch schon früh zeigte sich auch, wie unangenehm die Aufgabe werden würde. 1860 präsentierte sich als körperlich robuster Gegner, der viele Zweikämpfe suchte und versuchte, das Spiel emotional zu führen.
Nach der Pause gelang es den Gastgebern zunächst, genau darüber Zugriff auf die Partie zu bekommen. Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit verlor Neuhadern etwas den Rhythmus.
„In dieser Phase haben sie uns den Schneid abgekauft“, erklärte Casola. „Das ist eine Mannschaft, die stark über Körperlichkeit und Emotionen kommt. Da müssen wir lernen, dagegenzuhalten.“
In der 52. Minute fiel schließlich der Ausgleich: Nach einem Einwurf landete ein zweiter Ball erneut im Strafraum, wo ein Löwen-Spieler per Kopf zum 1:1 traf.
Doch nach diesem Rückschlag fand Neuhadern wieder zurück ins Spiel. Ab der Mitte der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste erneut die Kontrolle und erspielten sich mehrere hochkarätige Chancen zur erneuten Führung.
Gleich zweimal lief Nicolas Kröll alleine auf den Torhüter zu, scheiterte jedoch jeweils knapp. Kurz darauf hatte Maximilian Hartmann die nächste große Möglichkeit, setzte seinen Kopfball aus wenigen Metern jedoch nur an die Latte.
„In dieser Phase müssen wir das Spiel entscheiden“, sagte Casola. „Wir haben mehrere riesige Chancen und schaffen es nicht, das zweite Tor zu machen.“
Stattdessen fiel kurz vor Schluss die Entscheidung auf der anderen Seite. In der 88. Minute verlor Neuhadern nach einem hektisch ausgeführten Freistoß den Ball, 1860 schaltete schnell um und vollendete den anschließenden Konter zum 2:1-Siegtreffer.
Für Casola war die Niederlage deshalb besonders ärgerlich, weil sie einem Muster folgt, das sich durch viele Spiele der Saison zieht.
„Das ist genau das Problem, das uns schon die ganze Saison begleitet“, sagte der Trainer offen. „Wir spielen phasenweise richtig guten Fußball, investieren viel – aber wir belohnen uns in engen Spielen einfach zu selten dafür.“
Der Coach wurde in seiner Analyse deutlich: „Wenn sich solche Spiele immer wieder wiederholen, müssen wir uns auch kritisch hinterfragen. Wir entwickeln uns in manchen Bereichen, aber wir schaffen es zu selten, Spiele konsequent auf unsere Seite zu ziehen.“
So bleibt am Ende erneut eine Partie, in der Neuhadern über lange Strecken gut mitspielte, aber erneut ohne Punkte blieb.
„Der Aufwand, den wir betreiben, muss sich irgendwann auch im Ergebnis widerspiegeln“, so Casola. „Sonst treten wir auf der Stelle.“
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